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Der umweltschädliche Fleischkonsum

Fleisch im Supermarkt und die Frage wie gesund ist fleisch
Fleisch im Supermarkt und die Frage wie gesund ist fleisch

Warum Fleischkonsum der Umwelt schadet...

Das der umweltschädliche Fleischkonsum erhebliche Auswirkungen hat, wird jeden Tag ein wenig deutlicher. Ganz unmittelbar auf deutschen Böden sickert immer mehr Nitrat ins Grundwasser, unsere Böden werden stetig mit Antibiotika angereichert und die Luft durch Ammoniak verpestet. Die Entscheidung etwas für unsere Umwelt zu tun, ist eben nicht nur eine Entscheidung unserer Politiker oder eines kleinen Mädchens namens Greta. Wir alle treffen tagtäglich Entscheidungen für oder gegen eine nachhaltigere Lebensweise. Völlig egal ob wir ins Flugzeug steigen, zur Plastiktüte greifen oder eben unser tägliches Fleisch in die Pfanne legen. Doch was können wir gegen den umweltschädlichen Fleischkonsum tun?

Welche Umweltschäden entstehen durch den Fleischkonsum?

In Deutschland wird rund 60 Prozent der Fläche für Futtermittel und nur rund 20 Prozent für den direkten menschlichen Verzehr verwendet. Die Fleischindustrie ist mächtig und obwohl das Fleisch scheinbar günstig für den Endverbraucher ist, kann man in der Fleischindustrie sehr gute Gewinne einfahren. Die mächtigsten 10 Fleischhersteller in Deutschland bestimmen nicht nur den deutschen Markt. Was am Ende dabei heraus kommt? Scheinbar billiges Fleisch für den willigen Verbraucher. Was viele nicht wissen: Wir bezahlen für Fleisch eigentlich gleich dreifach! Das erste Mal direkt und unmittelbar an der Kasse der Supermärkte. Zweitens: indirekt über unsere Steuern (Subventionen für die Tierhaltung). Und ebenso indirekt und kaum durch unsere Medien beschrieben: über die Umweltschäden die unmittelbar oder langfristig durch Fleischkonsum entstehen. 

Der umweltschädliche Fleischkonsum und dessen Folgen in Deutschland und dem Rest der Welt...

Der umweltschädliche Fleischkonsum macht sich auch direkt in Deutschland deutlich bemerkbar. Wasserwerke zum Beispiel müssen regelmäßig dafür aufkommen Nitrat aus unserem Trinkwasser zu entfernen. Auch den allergrößten Anteil an Treibhausgasen wird durch die Tierhaltung verursacht. Auch wird durch den Verdauungsprozess der vielen Tiere soviel Methan freigesetzt, dass dies nachweislich die Erderwärmung weiter vorantreibt. Aber auch indirekt, durch die Abholzung von Wäldern zur Gewinnung von neuen Weideflächen, entstehen Umweltschäden die kaum reversibel sind. Zum Beispiel wird in Ländern wie Bolivien und Brasilien der so wichtige Regenwald abgeholzt um dort Soja anzubauen. Allerdings wird die Abholzung nicht für den verschwindet geringen Anteil von Sojaprodukten vorangetrieben, sondern für die Futtermittelherstellung der Nutztiere auf der ganzen Welt. So wird der angebaute Soja zu über 90 % (und generell über 50 % aller Ernten) weltweit für die Tierhaltung genutzt. Mehr als 80 Prozent der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fläche wird für die Tierhaltung bzw. deren Futtermittel verwendet. 

Was sind die gravierenden Umweltschäden durch Fleischkonsum?

  • Flächenbedarf
  • Wasserbelastung
  • Wasserverbrauch
  • Klimawandel
Flächenbedarf
Acker

Die Herstellung von Futtermittel wie Mais, Soja und Weizen verbraucht riesige Flächen. Diese befinden sich zu einem großen Teil in ärmeren, sogenannten Dritte Welt-Ländern. Die dort ansässigen Bauern werden teils von ihrem Land vertrieben oder zu Hungerlöhnen beschäftigt. Der Anbau von Monokulturen schadet langfristig dem Boden und vielen Tierarten. Durch die Rodung von Wäldern gehen Lebensräume für zahlreiche Tierarten verloren.

Wasserbelastung
Wasserverbrauch für Fleisch

Sowohl Luft als auch Wasser werden durch den hohen Einsatz an Düngemitteln verpestet. Auch der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln oder Antibiotika schadet der Natur und dem Mensch nachhaltig. Schädliches Nitrat landet in unserem Trinkwasser.

Wasserverbrauch
Wasserverbrauch Fleisch

Ca. 15.000 Liter, sind rein rechnerisch, für die Herstellung eines Kilogramms Rindfleisch nötig. Der hohe Wasserverbrauch setzt sich aus allen Aspekten der Tierhaltung zusammen und beinhaltet das Wasser für die Futterherstellung, die Reinigung der Ställe sowie auch zur Schlachtung der Tiere. 

Klimawandel
Erdatmosphäre

Fast 2/3 der direkten Treibhausgasemissionen sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Sowohl für die Fleischgewinnung als auch die Produktion von tierischen Produkten wie Milch, Eier etc. entstehen hohe Ausstöße an Kohlenstoffdioxid, Methan oder Stickstoff.

Regional und Saisonal gegen miese Ökobilanz?

Obwohl Fleisch die wohl schlechteste Pro/kg-Ökobilanz aufweist, kann man als Verbraucher bewusst dagegen steuern. Obst und Gemüse haben generell eine viel besser Ökobilanz, allerdings sind lange Transportwege von exotischen Früchten per Flugzeug und Schiff auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Fleisch gilt es, wenn überhaupt, regional einzukaufen. Allerdings ist das Fleisch nur regional “erzeugt”. Gefüttert wird eben auch Soja und dieser Soja stammt meistens nicht aus Europa! Die deutschen Bauern importierten zum Beispiel im Jahr 2016 über 6.300.000 Tonnen Soja aus Südamerika nach Deutschland, um es den Tieren zu verfüttern. Die regionale, konventionelle Fleischerzeugung ist daher so gar nicht regional, sondern extrem global. Etwas klarer formuliert bedeutet dies eine 23.000 Quadratkilometer große Anbaufläche (das entspricht etwa der Größe von Mecklenburg-Vorpommern) für Futtermittel für unsere “regionale Fleischproduktion” in Deutschland. (Quelle: www.mightyearth.org)

Eine hauptsächlich oder gänzliche, pflanzliche Ernährung ist daher klar vorzuziehen. 

Allerdings sollte man auch hier ganz speziell nach regionalem und saisonalem Angebot einkaufen, um unnötige Transportwege zu vermeiden. 

Sogenannte Saisonkalender* helfen bei der Planung und schaffen einen Überblick über Obst und Gemüse aus heimischen Anbau. 

Fleisch in der Diskussion ob es gesund ist oder nicht
Fleisch in der Diskussion ob es gesund ist oder nicht

Die ressourcenschonende und effizienteste Verwendung von Nahrungsmitteln ist die direkte und unverarbeitete Methode. Das gilt nicht nur beim Kochen oder hat speziell nur etwas mit Rohkost zu tun. In diesem Beispiel ist vielmehr der direkte Einsatz von Mais, Weizen und Soja gemeint, der eben auch als direkte, unmittelbare Nahrungsquelle genutzt werden sollte. Die Verwendung als Tierfuttermittel beschleunigt den Klimawandel und trägt erheblich zu Umweltschäden bei. Und diese Probleme sind nicht “nur” irgendwo am anderen Ende der Welt, sondern ganz direkt vor unserer Haustüre. 

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