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Wie leben Hühner?

Ich wünscht ich wäre ein Huhn...oder besser doch nicht?
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Wie Hühner wirklich leben und was sie in ihrem kurzen Leben alles leisten müssen.

Wusstest du das es ca. 150 verschiedene Hühnerrassen gibt? Ich auch nicht. Hat mich auch bisher nicht interessiert. Klar habe ich auch schon mal auffälligere Hühner gesehen, so hübsche, bunte Hühner… Aber unsere Hühner, die die man eben so kennt, die sehen doch alle gleich aus. Und wie ist so ein Hühnerleben überhaupt? Jeden Tag ein Ei legen und Sonntags auch mal zwei. So sang man doch das Lied vom Komponist Peter Kreuder in den 30er Jahren. Wie steht es jetzt um das Huhn? Was muss es leisten? Wie wird ein Huhn gehalten und wie lange darf es überhaupt leben? 

Es gibt keine glücklichen Hühner in der Massentierhaltung.

Kurz und schmerzlos: Es gibt glückliche Hühner vielleicht noch in Privatbesitz aber für die industrielle Tierhaltung sind Hühner reine Kapitalerbringer. Die Fortschritte weg von der Massentierhaltung sind minimal, obwohl man sich gegenseitig gerne auf die Schulter klopft und man auch selbst als Konsument sein Gewissen beruhigen möchte. Mit dem 2010 beschlossenen Verbot zur Käfighaltung wurde in Deutschland ein erster kleiner Schritt getan und die Käfighaltung verboten. Aufgrund der erhöhten Nachfrage wurde die Bodenhaltung somit als die dominierende Haltungsform (65 Prozent) ausgebaut. Doch ist Bodenhaltung wirklich das was wir uns darunter vorstellen? Grüne, saftige Wiesen, gackernde Hühner und ein Hund der im Hintergrund bellt. Ein Mann öffnet den Stall und die Küken wackeln fröhlich in seine Richtung. Er hebt eines der Küken auf und drückt es ganz fest. Nein, das ist kein neuer Trailer für einen Disneyfilm sondern gängige Methode der Werbeindustrie auf geschönten Motiven die industrielle Tierhaltung der Hühner schön zu reden. Diese Vorstellung hatte ich auch, ich will das gar nicht schön reden. Aber ja, es gibt auch die andere Seite: Tierschützer die Videomaterial ins Internet stellen von kranken und halbnackten Tieren. Sequenzen von verweste Kadavern und parasitenbefallenen Hühnern die völlig apathisch durch die Ställe huschen.

Doch bevor wir zu den traurigen Fakten kommen, gehen wir nochmal etwas zurück. Zurück zum Anfang. Was war also zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Ich hab keine Ahnung. Fest steht allerdings das unsere Hühner, so wie wir sie kennen, rein gar nichts mit dem Ursprungstier zu tun haben. Die wildlebende Stammform, die Bankivahühner legen 12-20 Eier. Wohlgemerkt: im Jahr! Das ist also natürlich und nachhaltig. Bis Anfang der 50er Jahre hat der Mensch es bereits durch Züchtungen geschafft, dass ein Huhn rund 70 Eier im Jahr legt. Durch weitere Selektierung und Züchtung von sogenannten Hybridhühnern ist man nunmehr bei über 300 Eiern im Jahr pro Huhn angekommen. 

Wie sieht das Leben eines Huhns in der industriellen Tierhaltung aus?

Das Leben eines Huhns beginnt in einem Brutschrank. Die in einer sogenannten “Elterntierhaltung” gewonnenen Eier wachsen ca. 20 Tage im Brutschrank heran, bevor diese nach dem Schlupf direkt in die Mastanlagen eingestallt werden. Über 613 Millionen Mastküken im Jahr schlüpfen alleine in Deutschland. Die sogenannten Eintagsküken bzw. die männlichen Küken werden aus ökonomischen Gründen direkt geschreddert oder erstickt. 50 Millionen Tiere werden jedes Jahr so direkt aussortiert. Verdammt blöd wenn man dort als Mann auf die Welt kommt…

Obwohl wir sie nicht sehen und vielleicht auch nicht sehen wollen, leben auch gerade heute in diesem Moment über 60 Millionen Masthühner auf deutschem Boden. Die Mastanlagen sind riesig und die Tiere im Inneren dicht gedrängt nebeneinander. Futter und Trinken wird vollautomatisch an die Tiere abgegeben. Tageslicht sieht kaum ein Masthuhn. Stattdessen gibt es Kunstlicht. Das Huhn wächst schnell heran. Gerade einmal sechs Wochen (je nach Mastverfahren) liegen zwischen Geburt und Tod. Das Küken nimmt in dieser kurzen Zeit rund 2 bis 2,5 kg zu und ist schließlich schlachtreif. Aber wo kommen denn jetzt die Eier her? Das habe ich mich auch gefragt und bin bisher davon ausgegangen – nennt mich gerne dumm und naiv – das wenn wir Menschen schon Hühner halten und aufziehen bis hin zur Schlachtung, wir in diesem Zeitraum und im selben “Prozess” auch die Eier herbekommen. Ja, es war wirklich eine blöde Annahme. Legehennen und Masthühner sind nämlich zwei paar Stiefel und das sogenannte Zweinutzungshuhn, welches es ja tatsächlich gibt aber kaum mehr eine Rolle spielt, dem Profit schon längst weichen musste. Eigentlich verrückt. Es ist also völlig egal ob wir über das Thema Ei oder das Fleisch eines Huhns sprechen, es ist alles auf die bestmögliche Effizienz ausgelegt. Doch bevor wir zum Ei kommen, kümmern wir uns erstmal weiter um die Fleischgewinnung beim Huhn: 

Wie eben schon erwähnt hängt das kurze Leben eines Küken von der Mastdauer ab. Tiere die als komplette Hühner in der Tiefkühltruhe landen, haben bereits nach knapp 30 Tagen ihr Schlachtgewicht von 1,5 kg. erreicht. Weil wir aber viel lieber bereits verarbeitete Teilstücke eines Tieres kaufen (natürlich kauft man selten ein ganzes Schwein oder eine Kuh, wieso aber nicht nicht ein ganzes Huhn!?), machen wir beim Huhn da keine Ausnahme. Das beliebteste Teilstück ist und bleibt die Hühnerbrust. Diese Tiere, die hauptsächlich für Teilstücke herhalten müssen, werden etwa 35 bis 42 Tage gemästet, so dass diese ein Körpergewicht von 2 bis 2,5 kg. erreichen.

Das Huhn von nebenan? Wie das Huhn den globalen Markt erobert...

Hähnchenfleisch ist und bleibt beliebt bei den Deutschen. Das Fleisch ist billig und kalorienarm. Doch ist die Akzeptanz zum Kauf eines kompletten Huhns ist schon lange rückläufig. Dagegen werden immer mehr verarbeitete Teilstücke gekauft. Mit Abstand das beliebteste Stück ist die Hühnerbrust. Aber auch die beliebten Chicken Wings, Chicken Nuggets oder bereits verarbeitete Burger Pattys sind Zeichen unserer Zeit. Schnelle Zubereitung, wenig Kochkenntnisse werden benötigt und das nicht mehr unterscheiden können oder wollen zwischen einer Ware und einem getöteten Tier. Denn wer erkennt noch das Tier hinter einem Chicken Nugget? 

Der Trend mit den Teilstücken hat extreme Folgen die absolut verrückt klingen. Wenn zum Beispiel eine 10er Packung Chicken Wings verkauft wird, sterben doch rein rechnerisch dafür bereits 5 Tiere. Hast du dich eigentlich schon mal gefragt was mit dem restlichen Teil des Tieres passiert? Wir verfüttern es den Tieren! Und zwar den Tieren die wir offensichtlich mehr lieb haben als unsere Nutztiere.Eine beachtliche Menge an “tierischen Nebenprodukten” fließen in die Futtermittel unserer Haustiere. Unter der Seite des DVT dem Deutschen Verband für Tiernahrung e.V. wird für besorgte Tierhalter eine Antwort gegeben, die wir gleich etwas näher betrachten müssen. Hier aber zuerst die Quelle bzw. das Zitat: 

Vorurteil 1: „Die tierischen Bestandteile sind „Abfall“, da wird doch minderwertiges Fleisch verarbeitet.“ Antwort: Im Futter für Heimtiere darf nur Fleisch von Tieren enthalten sein, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Tiere, die wegen Krankheiten oder anderen Gründen als nicht genusstauglich für den Menschen eingeordnet wurden, dürfen auch nicht in der Herstellung von Heimtierfutter verwendet werden. Dies ist EU-weit so geregelt. Die Angabe „tierische Nebenerzeugnisse“ bezeichnet sogenannte Kategorie-3-Materialien aus Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung, die zum menschlichen Verzehr freigegeben sind, aber nicht zu diesem Zweck verwendet werden. Je nach Rezeptur werden die tierischen Bestandteile in Form von reinem Fleisch, Fleischmehl oder Tierfett verschiedener Tierarten verwendet.

Quelle: https://www.dvtiernahrung.de
Hände mit Hühnerfleisch und Gemüse
Hände mit Hühnerfleisch und Gemüse

Als Tierfreund, der ich nun mal bin, könnte ich mich jetzt freuen. Denn Gott EU sei Dank wird für meinen Hund oder meiner Katze nur “gutes Fleisch” zu Tierfutter verarbeitet. Allerdings bleibt es etwas pervers in meinen Augen. Denn die Futtermittelindustrie wirbt ja mit der eigentlich Unbedenklichkeit des menschlichen Verzehrs. Was sind denn genau Materialien der Kategorie 3? Auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wird das ganze so erklärt: 

Schlachtkörperteile und Teile von genusstauglichen Tieren, wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht zum menschlichen Verzehr verwendet werden, sowie nach den Gemeinschaftsvorschriften als untauglich zurückgewiesen wurden, jedoch keine Anzeichen auf Mensch oder Tier übertragbare Krankheiten aufwiesen. Dazu gehören Geflügelköpfe, Häute und Felle, Hörner und Füße, Schweineborsten, Federn und Blut,

Quelle: https://www.bmel.de

Fassen wir zusammen: Die Heimtierfutterindustrie übernimmt also die Reste die “aus wirtschaftlichen Gründen nicht zum menschlichen Verzehr verwendet werden” und macht Futtermittel für unsere Haustiere daraus. Ob nun ausschließlich diese oben genannten Nebenprodukte verarbeitet werden oder auch “höherwertiges Fleisch” mit ins Futter kommt, hängt schlussendlich von der Qualität des Futtermittels ab. Aber geschenkt! Viel interessanter ist doch die Frage: Was passiert denn jetzt mit dem Rest meiner Chicken Wings? Wie gesagt, fünf Tiere mussten für meine zehn Flügel ihr Leben lassen. Kostenfaktor durchschnittlich 2-3 Euro pro Packung (Quelle: https://www.supermarktcheck.de)

Die anderen Teile werden einmal rund um die Erde geschickt. Einer der größten Absatzmärkte für Teilstücke von Geflügel ist Osteuropa. Aber auch viele afrikanischen Länder importieren gewaltige Massen. Die Teilstücke werden dort zu Dumpingpreisen auf den Markt geworfen was schlussendlich die lokalen Märkte zerstört. Denn wir können immer noch billiger produzieren und verschiffen, als es die anderen Märkte können. Wieso? Weil unsere Tiere und die Industrie dahinter auf Effizienz getrimmt sind. 

Turbomast bedeutet Turboqual...

Doch es gibt noch ein weiteres Problem an den beliebten Teilstücken: Die Tiere wurden über Jahre hinweg “optimiert”, gerade im Hinblick auf den Ertrag der beliebten Teilstücke wie Brust und Schenkel. Hühner werden auf schnelles Wachstum und einer überdimensionalen Ausprägung der Brust und der Schenkel gezüchtet. Das schafft massive Probleme und die Tiere leiden innerhalb ihres kurzen Lebens stark darunter. Nicht selten bricht ein Huhn unter der eigenen Last zusammen. Ein zu schnelles Wachstum und ein zu hohes Körpergewicht beeinträchtigt die Tiere. Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen (viele Tiere liegen nur noch auf ihrer viel zu schweren Brust) können zu weiteren Problemen wie Entzündungen führen. Die hohe Besatzdichte in den Ställen tut sein Übriges dazu. 

Legehenne auf ihrem Küken
Legehenne auf ihrem Küken

Zur unbequemen Wahrheit gehört auch das viele Tiere ohne den Zusatz von Medikamenten wie Antibiotika die Mast nicht bis zur Schlachtung überleben würden. Einzelne Tiere werden hier aber nicht separiert, da die Behandlung unwirtschaftlich wäre. Kranke Tiere werden daher direkt getötet oder bleiben sich oft einfach selbst überlassen. Wie viele Tiere bereits vor der schlachtreife sterben ist umstritten, da es hier keine offiziellen Zahlen gibt. Ein ungefährer Wert geht von etwa 5 % aus, was umgerechnet rund 600.000.000 Tiere pro Jahr entspräche. 

Der letzte, finale Weg den ein Huhn antritt ist der Weg zum Schlachthaus. Geschlachtet wird schnell und effizient. Eben am Fließband. Zuerst werden die Tiere in einem Strombad getötet und anschließend ihr Kopf abgetrennt. Die Tiere bluten aus und werden vollautomatisch ausgenommen und zerlegt. Das Statistische Bundesamt hält die Zahlen der Schlachtungen im Internet bereit. Die Zahlen sind erschreckend hoch und haben mich persönlich sehr geschockt. 

Zu finden hier: Schlachtmengen der Geflügelschlachtereien in Deutschland

Verzicht auf Fleisch bedeutet nicht den Verzicht auf Massentierhaltung...

Wie glücklich sind Hühner die keine Masthähnchen sind? Legehennen können in Schnitt etwa acht Jahre alt werden. Für die industrielle Produktion leben die Hühner aber meist nur für ein Jahr. Es gibt nämlich zwei “Probleme” die die Effizienz killen: Hennen legen ihre Eier in der Natur nur in den Sommermonaten. Deshalb wird ihnen mithilfe von künstlichem Licht über das ganze Jahr schönes Wetter vorgespielt. Allerdings lässt der natürliche Instinkt und Biorhythmus einer Henne sich nicht dauerhaft veräppeln, so dass nach etwa einem Jahr die Tiere in die Mauser kommen. Viele Erzeuger wollen diesen Zeitpunkt bereits abwehren indem die Tiere getötet werden. Allerhöchstens nach zwei Legeperioden werden die Hühner definitiv entsorgt, weil weitere Legeperioden immer unergiebiger werden würden. Das ist das zweite Problem: Es ist einfach natürlich das eine Henne nicht über ihr ganzes Leben lang Eier liefert. So wird also auch jede Legehenne nach ca. einem Jahr geschlachtet und als Suppenhuhn angeboten.

Welches Ei kommt wo her?

Die Käfighaltung wurde endlich abgeschafft. Doch ist das ein Grund aufzuatmen? Nicht wenn man ein Huhn ist! Die Kleingruppenhaltung kommt der Käfighaltung enttäuschend nah in den Regularien und ist immer noch erlaubt. Die meisten Eier stammen aber heutzutage aus Bodenhaltung und werden mangels Kennzeichnungspflicht einfach weiter verarbeitet. So kann es also durchaus vorkommen, das wir bei unserem “bewussten Einkauf” zwar zu den “guten” Bioeiern greifen aber ein anderes, verarbeitetes Produkt mit in den Einkaufwagen legen, das nicht unseren Vorstellungen einer fairen Eierproduktion entspricht. Denn nichts anderes ist der Ertrag mit dem Ei. Eine Produktion. Die ungebremste Nachfrage nach Eiern erschafft Ställe mit 10.000 bis 20.000 Tieren.

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Was bedeutet der Code auf den Eiern?

Innerhalb der EU gelten für Eier die direkt dem Endverbraucher verkauft werden, seit 2004 eine Kennzeichnungspflicht. Auf dieser Nummerierung lässt sich anhand der ersten Ziffer die Haltungsbedingungen erahnen. Die Kleingruppenhaltung ist hierbei wohl das allergrößte Übel und ist von einer typischen Legebatterie kaum zu unterscheiden. 

Mit 50 – 60 cm Raumhöhe und 12 Hennen pro Quadratmeter (zumeist) Gitterostfläche sind in Kleingruppenhaltungen raumgreifende Bewegungen wie Fliegen unmöglich. Flattern, Flügelschlagen, ein Aufbaumen der Hennen und eine Bewegung in die dritte Dimension sind deutlich eingeschränkt. Der Schutz ruhender Hennen vor Störungen und vor Bepicken durch Artgenossen ist nicht gewährleistet.

Quelle: https://provieh.de
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Wenn man sich anhand des Schaubildes die Besatzdichte ansieht, muss man sich schon stark wundern. Auf einem Quadratmeter leben Hühner im schlechtesten Fall zu zwölft (jedem Huhn steht 8,33 Quadratzentimeter zu) und im besten Fall zu sechst (jedem Huhn steht 16,66 Quadratzentimeter zu) nebeneinander. Bist du schon mal auf einer Party gewesen in einer Studentenbude mit 20 qm und 30 Gästen? War anstrengend oder? Für das Huhn grenzt das fast schon an Luxus. 

Wie eben schon erwähnt stammen verarbeitete Eier meistens aus Bodenhaltung. Die Bodenhaltung unterscheidet sich von der Besatzdichte nicht von der “besseren” Freilandhaltung, allerdings – wie der Name schon vermutet lässt, dürfen die Hennen hier auch mal an die frische Luft. Zum Stall, mit den selben Anforderungen wie in der Bodenhaltung, muss eine Auslauffläche von vier Quadratmetern pro Tier gewährleistet werden. Oft sind aber die Freifläche so übersichtlich ausgestattet und halten keine Unterschlupfmöglichkeiten parat, so dass die Freifläche gar nicht wirklich von den Tieren genutzt wird.

Bodenhaltung bedeutet, dass die Legehennen in einem geschlossenen Stall leben, in dem sie sich frei bewegen können. Der Stall kann dabei auf bis zu vier Ebenen übereinander angeordnet sein, die aus Sitzstangen und höher gelegenen Laufflächen bestehen. Auf einem Quadratmeter nutzbarer Stallfläche darf der Tierbestand maximal 9 Hennen betragen. Bei der Anordnung der Haltungseinrichtungen auf mehreren Ebenen dürfen es maximal 18 Hennen pro Quadratmeter Stallgrundfläche sein.

Quelle: http://www.deutsche-eier.info

Und ja tatsächlich ist der Griff zum Bioei die wohl beste Möglichkeit, wenn man unbedingt Eier konsumieren möchte. Hinter der Ziffer 0 auf dem Ei steht ein Platzangebot von sechs Tieren pro Quadratmeter, welcher natürlich immer noch absolut unterirdisch ist, im Sinne einer artgerechten Haltung.. Auch die Stallgröße ist auf 3000 Tiere begrenzt und die Hennen werden mit ökologisch erzeugtem Futtermittel versorgt. Das ist gut! Dennoch: auch hier wird unter strengeren Auflagen zwar, (aber dennoch möglich) Antibiotika oder Hormone zugegeben. Auch das Schnabelkupieren ist in Ausnahmefällen auch in der ökologischen Haltung möglich. Krass oder? 

In der Freilandhaltung haben die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht (Anmerkung: 9 Hennen pro Quadratmeter) tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einem Auslauf von 4 m² pro Henne.

Quelle: http://www.deutsche-eier.info

Was steht noch alles auf dem Ei?

  1. 1
    Haltungsbedingungen

    0 = ökologische Haltung

    1 = Freilandhaltung

    2 = Bodenhaltung

    3 = Kleingruppenhaltung

  2. 2
    Ländercode

    An zweiter Stelle steht der Ländercode. 

    Beispiel: DE = Deutschland

     

  3. 3
    Betriebscode

    Die nachfolgenden vier Ziffern stehen für den Betrieb, also der Stall woher das Ei stammt. Bei einem Betrieb mit mehreren Ställen bezieht sich die letzte Ziffer auf den jeweiligen Stall. In Deutschland stehen die ersten zwei Ziffern für das jeweilige Bundesland. 

    Beispiel: 

    01 = Schleswig-Holstein
    02 = Hamburg
    03 = Niedersachsen
    04 = Bremen

    usw.

Welche pflanzliche Alternativen gibt es zum Huhn und zum Ei?

Wer auf Hühnerfleisch und Eier verzichten will, für denjenigen gibt es pflanzliche Alternativen. Es gibt pflanzliche Filetstücke nach Hähnchenart bereits in Supermärkten zu kaufen. Aber auch pflanzliche “Hähnchen” am Stück gibt es in ausgesuchten Onlineshops. Zur eigenen Weiterverarbeitung der Eier (leckere Pfannenkuchen oder auch zum Kuchen backen) empfehlen wir pflanzlichen Eiersatz wie zum Beispiel von Biovegan* oder MyEy*.

Eiersatz

pflanzlicher Huhnersatz

Vantastic Foods Veggie Hähnchenfilet in Stücken 

Kann man ohne Fleisch gesund leben?

Wer auf eine rein pflanzliche Ernährung umstellen will, hat sich sicher schon mal mit der Frage konfrontiert gefühlt, ob man ohne Fleisch überhaupt gesund leben kann. Um dieses Thema ranken sich viele Halbwahrheiten und auch wir mussten viel Recherche leisten, um etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Doch wer hat nun Recht? Kann man wirklich gesund ohne Fleisch leben oder ist die Gefahr von Mangelerscheinungen nicht tatsächlich gegeben? 

Ernährungstypen – welche gibt es?

Wenn es um das Thema Ernährung geht, werden schnell eigene Betrachtungsweisen, halbgare Fakten und Zahlen herangezogen.. Jeder kennt jemand der “sich da gut auskennt”, einen (Ernährungs-)Experten. Eigene Essgewohnheiten werden oft nicht reflektiert, im Gegenteil, im Gespräch wird oft vehement die eigene Philosophie vertreten und keine zweite Meinung geduldet. 

 

Viel mehr als Gras und Steine…

Wie du isst kein Fleisch mehr? Ja was isst du dann überhaupt noch?

Meistens wird der Verzicht auf Fleisch als Einschränkung gesehen.
Doch gerade Veganer die sich eingängig mit dem Thema Ernährung beschäftigen, haben oft die grössten Fähigkeiten in der Küche. Experimentierfreude und ein völlig neuer Fokus auf die eigenen Essgewohnheiten, bieten eben nicht den immer gleichen Einheitsbrei.

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